Kleinkaliber-Schützen Sattel
KLEIN ABER FEIN

Stellungen

  

Das Liegendschiessen

Dem Zuschauer bietet sich kaum etwas Eintönigeres an, als das Liegendschiessen. Da liegt jemand eine halbe Ewigkeit, gehüllt in eine unförmige Montur und das Gesicht mit spezieller Schiessbrille und Kappe verdeckt völlig regungslos auf der Pritsche. Als Schütze erlebt man dieses Ereignis jedoch völlig anders. Jede überflüssige Bewegung stört das empfindliche Gleichgewicht der Muskelspannung und -entspannung. Man ist voll konzentriert auf das innere Gefühl des Anschlags. Gleichzeitig müssen Atmung und Zielvorgang mit höchster Konzentration durchgeführt werden. Die Schwierigkeit des Liegendschiessens ist nicht das Ruhighalten an sich, sondern die Konzentration und Muskelentspannung über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Das Liegendschiessen sieht gemütlich aus, ist es aber wirklich nicht! Liegendschiessen ist eine anspruchsvolle Stellung!

  

 

 

 


Das Stehendschiessen

Der Stehendanschlag ist für viele die anspruchsvollste Stellung. Die Schwierigkeit besteht darin, die Balance zu halten und trotzdem alle Muskeln vollständig zu entspannen. Die kleinste Änderung der Fussstellung, der Hüfte oder des Stützarmes haben erhebliche Auswirkungen auf das Ziel- oder Schussbild. Auch unser Körper ist nicht jeden Tag gleich und stellt uns immer wieder vor neue Aufgaben. Der Stehendanschlag erlaubt viele Varianten. Bein- und Hüftstellung, Kopfhaltung und Auflage auf der Stützhand sind sehr individuell und je nach Körperbau ganz verschieden. Es gibt aber einige Grundsätze, welche beachtet werden sollten. Die immer wiederkehrenden Probleme sind aber gerade das Reizvolle an dieser Stellung. Wir müssen uns mit unserem Körper und unseren Stärken und Schwächen auseinandersetzen und nach Lösungen suchen. Steigern sich dann aber langsam die Resultate, sind Freude und Genugtuung doppelt so gross. 

 

 

  






Das Kniendschiessen

Es wird oft behauptet, dass die Kniendstellung technisch gesehen die am schwierigsten zu erlernende Anschlagsart sei. Das mag einerseits daran liegen, dass die Kniendresultate nahe den Liegend-Ergebnissen sein sollten und andererseits ist der Anschlag nicht mehr so stabil wie in der Liegendstellung. Deshalb wird sie von vielen Schützen zu Unrecht gemieden. Die Technik des Kniendschiessens beruht mehr auf Sensibilität und Gespür, als auf Kraft und Reaktion. Der Kniendanschlag lässt sich nicht stur einpauken, er lässt sich auch nicht erzwingen. Deshalb ist bei jedem Schuss die volle Aufmerksamkeit gefordert. Wenn das Gefühl dann erarbeitet ist, wird durch fleissiges Training das Vertrauen in den Kniendanschlag grösser, die Resultate und die Freude am Kniendschiessen werden steigen.